Kurzportrait Niederahr

    Der ca. 850 Einwohner zählende Ort liegt verkehrsgünstig unweit von Montabaur nur wenige Kilometer entfernt von der Autobahn A 3 und der ICE-Strecke Köln-Frankfurt, reizvoll am Hang des vom Ahrbach umflossenen Hartenberges. Niederahr verfügt über eine Grundschule, einen Kindergarten, zwei Gaststätten, eine Metzgerei, ein Autohaus, eine Tankstelle, einen Kunstrasensportplatz, einen Bolzplatz, zwei Kinderspielplätze, ein Dorfgemeinschaftshaus mit Sporthalle und ein Rathaus (alte Schule) mit Archiv und kleinem Museum und ist damit infrastrukturmäßig gut aufgestellt. Ferner kann der Ort mit einem regen Vereinsleben, vielen Veranstaltungen und einer intakten Gemeinschaft punkten. Größter Arbeitgeber mit 250 bis 300 Arbeitsplätzen ist die Fa. GEA Westfalia. Daneben haben sich eine Reihe kleinerer Betriebe im Gewerbegebiet Kessling angesiedelt. Die früher durch das Dorf führende B 255 ist seit November 2016 umgeleitet. Auch der die Gemeinde prägende Tonbergbau hat sich vom unmittelbaren Ortsrand wegentwickelt und wirkt sich auf das Dorfleben nicht mehr störend aus. Somit ergeben sich Möglichkeiten der innerörtlichen Erneuerung, die in Planung sind und in den nächsten Jahren umgesetzt werden.
    Als Rekultivierungsmaßnahme bereits in der Entstehung ist ein ca. 1,5 ha großes Gewässer, das gemeinsam mit den Sport- und Spielanlagen in Zukunft ein schönes Freizeitareal am südlichen Ortsrand bilden wird.
    Alles in allem gute Voraussetzungen, sich in Niederahr wohlzufühlen.

    Boden und sein „weißes Gold“

    Wer Boden besucht, spürt schnell, dass dieser Ort mehr ist als nur eine kleine Gemeinde im Westerwald. Eingebettet in sanfte Hügel, durchzogen vom Ahrbach und umgeben von Wiesen und Wäldern, liegt hier ein Stück Heimat, das reich an Geschichte und Natur ist. Doch Boden trägt noch einen besonderen Schatz in sich: den Ton.

    Ein Schatz unter unseren Füßen

    Seit Jahrhunderten prägt der Tonabbau unsere Heimat. Das, was Geologen als wertvolles Sedimentgestein beschreiben, nennen wir liebevoll unser „weißes Gold“. Er schlummert tief unter unseren Feldern und Wiesen – und hat den Menschen in Boden über Generationen Arbeit, Einkommen und Identität geschenkt.

    Viele Gruben rund um unser Dorf erzählen von dieser Tradition. Manche sind noch aktiv, andere haben sich längst in stille, grüne Landschaften verwandelt, in denen seltene Pflanzen wachsen oder Kinder Froschquaken lauschen können.

    Wie der Ton unser Dorf geprägt hat

    Früher rollten schwere Wagen durch die Straßen, beladen mit dem wertvollen Material. Heute sind es Wanderer, die auf den Themenwegen „Ton“ unterwegs sind. Sie folgen den Spuren der alten Gruben, erfahren Geschichten über harte Arbeit, geologische Wunder und die Bedeutung des Tons für die Region.

    Und tatsächlich – ohne den Ton wäre der Westerwald nicht der Westerwald. Dachziegel, Keramik, Pflastersteine – vieles, was in deutschen Haushalten oder Städten zu finden ist, trägt ein Stückchen unserer Heimat in sich.

    Zwischen Vergangenheit und Zukunft

    Auch wenn sich die Zeiten geändert haben: Der Ton ist immer noch da, er gehört zu uns. Er prägt das Landschaftsbild, er erzählt von den Wurzeln unseres Dorfes und ist Teil unserer Zukunft. Denn Boden hat es geschafft, den Spagat zwischen Tradition und Neuem zu meistern: Wo früher Abraum war, wachsen heute Biotope. Wo einst Gruben klafften, laden nun Wege und Aussichtspunkte zum Verweilen ein.

    So ist der Ton nicht nur ein Rohstoff – er ist ein Symbol für unsere Gemeinde: fest verwurzelt, formbar und voller Möglichkeiten.

    Ein Stück Identität

    Für uns Bodener ist der Ton mehr als nur Erde. Er ist Geschichte, Wirtschaftskraft, Naturraum und Erlebnis zugleich. Er erinnert uns daran, wie eng Mensch und Landschaft miteinander verbunden sind – und dass man manchmal unter die Oberfläche schauen muss, um den wahren Schatz zu entdecken.

    Moschheim

    Geographische Lage

    Moschheim ist eine Ortsgemeinde im Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz und gehört zur Verbandsgemeinde Wirges
    Der Ort liegt nördlich von Montabaur an der Kannenbäckerstraße, einem Weg mit historischer Bedeutung für die Region. 
    Im Norden des Gemeindegebiets erhebt sich der Malberg, mit einer Höhe von etwa 422 m über Normalhöhennull einer der markanten Berge in der Umgebung.

    Geschichte

    Kirche Moschheim

    Die erste urkundliche Erwähnung Moschheims datiert auf das Jahr 1362.
    Der Name „Moschheim“ hat sich über die Jahrhunderte gewandelt; früher lautete einer der alten Bezeichnungen „Musscheim“. 
    Die Gemarkung um den Malberg weist auf eine sehr frühe Besiedlung hin — archäologische Funde und ein Ringwall lassen darauf schließen, dass der Bereich schon in der späten Eisenzeit genutzt war.

    Wappen und Symbolik

    Das Wappen von Moschheim wurde am 26. September 1992 beschlossen. VG Wirges
    Es zeigt unter anderem einen Krug und eine Traube – Symbole, die Rückschlüsse auf die Ton- und Keramiktradition sowie lokale landwirtschaftliche Produkte erlauben. VG Wirges+1
    Über dem Schildfuß findet sich ein Bogen, der auf den Malberg verweist, und Farben, die historische Zugehörigkeiten (z. B. zu Kurtrier, zum Herzogtum Nassau) symbolisieren. VG Wirges+1

    Wirtschaft und Infrastruktur

    • In Moschheim befindet sich heute noch die einzige Krugfabrik im Westerwald, die Steinzeugfabrik MKM Max Krüger GmbH & Co. KG, deren Produkte überregional vertrieben werden.

    • Der Westerwaldkreis-Abfallwirtschaftsbetrieb (WAB) ist ebenfalls in Moschheim ansässig. 

    Bevölkerung & Gemeinde

    Moschheim hat eine Fläche von etwa 3,44 km²
    Die Einwohnerzahl liegt bei ca. 750 Menschen (Stand Ende 2022). 

    Der Gemeinderat besteht aus 12 Ratsmitgliedern, gewählt in der Mehrheitswahl, plus dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister.
    Aktuell (ab 2024) ist Marco Geibert Ortsbürgermeister.

    Dorfgemeinschaftshalle Moschheim

    Sehenswürdigkeiten & Besonderes

    • Der Malberg ist nicht nur geologischer und landschaftlicher Blickfang, sondern auch historisch bedeutsam – mit seinem Ringwall und alten Felsformationen.

    • Es gibt eine kleine Bergkapelle am südöstlichen Hang des Malbergs, errichtet 1892, die heute Ziel einer Dankeswallfahrt am Himmelfahrtstag ist. 

    • Einrichtungen wie das Dorfgemeinschaftshaus, ein Kindergarten, und die Dorfgemeinschafts-Halle tragen zum sozialen Leben bei.

     

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